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Die Unterschiede zwischen Hardware-Firewall vs. Software-Firewall

Hardware- vs. Software-Firewalls

Bei einer Hardware-Firewall handelt es sich grundsätzlich um eine physische Einheit, während Software-Firewalls über eine Anwendung innerhalb Ihres Computers arbeiten. Sie haben dieselbe allgemeine Aufgabe, gehen dabei aber etwas anders vor, was ihnen jeweils eine Reihe von Vorteilen verschafft:

  • Anfangs geringere Kosten: Bei der Erstanschaffung ist eine Software-Firewall relativ günstig. Einige bieten eine kostenlose Testphase und kosten anschließend eine relativ geringe monatliche Gebühr. Langfristig können die Abonnementkosten jedoch höher sein als die Kosten für eine Hardware-Lösung.
  • Benötigen wenig Platz: Wenn Platz eine Rolle spielt, ist eine Software vielleicht die bessere Wahl, da sie als Anwendung keinen Platz benötigt.
  • Einfach zu installieren: Viele Software-Firewalls sind mit wenigen Klicks einsatzbereit, während bei Hardware-Firewalls das Anbringen von Kabeln, der Anschluss an die Stromversorgung und die richtige Positionierung erforderlich sind.

Gleichzeitig ist der Schutz einer Software-Firewall aber auch mit Einschränkungen verbunden. Sie müssen auf jedem Computer im Netzwerk installiert werden. Wenn es notwendig ist, Ihren Schutz zu aktualisieren, müssen alle Geräte, die nicht für die Aktualisierung vorbereitet sind, manuell aktualisiert werden. Da sie nicht über ein eigenes Betriebssystem verfügen, beanspruchen Software-Firewalls unter Umständen wichtige Rechenleistung und Speicherplatz, was die Benutzerfreundlichkeit und die Netzwerksicherheit beeinträchtigt.

Was ist eine Hardware-Firewall?

Eine Hardware-Firewall fungiert als Gatekeeper und Antivirus-Lösung für Ihren Server. Sie sitzt direkt hinter dem Router und kann so konfiguriert werden, dass sie den eingehenden Datenverkehr analysiert und bestimmte Bedrohungen herausfiltert, sobald sie das Gerät erreichen.

Eine Hardware-Firewall ist ein physisches Gerät, das einem Server ähnelt und den Datenverkehr zu einem Computer filtert. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Anschluss eines Netzwerkkabels an einen Computer oder Server wird bei einer Hardware-Firewall das Kabel zuerst an die Firewall angeschlossen. Die Firewall befindet sich zwischen dem externen Netzwerk und dem Server und bietet eine Antivirus-Lösung und eine solide Schutzbarriere gegen Eindringlinge. 

Eine top Hardware-Firewall bietet mehrere Vorteile:

  1. Kann verwendet werden, um den Datenverkehr, der Ihren Server erreicht, auf intelligente Weise zu kontrollieren.
  2. Kann mit spezifischen Regeln für den gesamten Datenverkehr konfiguriert werden.
  3. Kann die Belastung anderer Serverressourcen verringern. So können Sie beispielsweise Software-Firewalls deaktivieren, wodurch dringend benötigter Arbeitsspeicher und Prozessorleistung freigemacht werden kann.

Wie Hardware-Firewalls funktionieren

Zwar hängt die spezifische Einrichtung davon ab, wie Ihr Netzwerk konfiguriert ist, dennoch funktionieren alle Firewalls auf ähnliche Weise. Sie werden zwischen Ihrem Netzwerk und dem Internet platziert und helfen dabei, Ihr Netzwerk vor potenziellen Schäden zu schützen oder davor, dass es von Angreifern genutzt wird, um bösartige Daten an anderer Stelle zu verbreiten.

Eine einfache Art von Firewall ist ein sogenannter Paketfilter, der die Daten selbst überprüft. Da Daten mit Informationen zu ihrem Ursprung und ihrem Speicherort versehen sind, stellt die Firewall anhand dieser Informationen fest, ob die Daten eine Bedrohung für das System darstellen, und überprüft dann die Informationen anhand einer Liste von Berechtigungen. Wenn die Daten die Berechtigungsprüfung nicht bestehen, werden sie blockiert. Wenn die Daten laut den Berechtigungen sicher sind, können sie weitergeleitet werden.

Moderne Hardware-Firewalls für den privaten oder kommerziellen Gebrauch können Daten in beide Richtungen prüfen. Ähnlich dem Mechanismus zur Überprüfung des eingehenden Datenverkehrs wendet die Firewall auch für ausgehende Daten eine Reihe von Berechtigungen an. Auf diese Weise können Daten abgefangen werden, die in den Code eingebettet sind und dazu dienen, Ihren Computer zur Verbreitung von bösartigem Code auf anderen mit dem Internet verbundenen Computern zu nutzen.

Vorteile von physischen Firewalls

  1. Netzwerkkontrolle mit nur einem Gerät: Eine einzige Hardware-Firewall bietet Schutz für jeden Computer, der mit Ihrem Server verbunden ist, wodurch der Zeit- und Ressourcenaufwand für die Installation der Software auf jedem einzelnen Computer reduziert wird.
  2. Gleichzeitige Updates und Sicherheitsupgrades für alle Computer im Netzwerk: Aktualisieren Sie Ihre Schutzeinstellungen einmal, und alle Computer im Netzwerk profitieren gleichzeitig davon. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Geräte vor Angriffen geschützt sind, und IT-Teams müssen nicht mehr jeden Computer manuell aktualisieren und darauf vertrauen, dass jeder Computer verfügbar und für eine automatische Aktualisierung bereit ist, oder sich darauf verlassen, dass jeder Benutzer die entsprechenden Schritte zur Implementierung einer Aktualisierung unternimmt.
  3. Kontinuierlicher Schutz: Hardware-Firewalls bleiben aktiv, solange Sie sie nicht abschalten. Da es keine monatlichen Zahlungspläne gibt und keine Schwankungen im Arbeitsspeicher oder in der Prozessorleistung auftreten können, besteht keine Gefahr, dass der Schutz unterbrochen und Ihr Server gefährdet wird.
  4. Höhere Sicherheit: Da Hardware-Firewalls über ein eigenes, separates Betriebssystem verfügen, sind sie weniger anfällig für einige der Angriffe, denen Software-Firewalls ausgesetzt sind, wenn ein Computer kompromittiert wird.
  5. Verhinderung des Eindringens von Bedrohungen in interne Laufwerke: Schützt jede Komponente Ihres Computers vor potenziell schädlichen und kostspieligen Angriffen. Eine physische Barriere zwischen den internen Laufwerken Ihres Computers und eingehendem, bösartigem Code stoppt Bedrohungen, bevor sie Ihren Computer erreichen.

Verwendung von Routern als Firewall-Ersatz

Viele fragen sich, ob ihr Router als Firewall-Ersatz genutzt werden kann. Der Grund dafür ist, dass viele Router über Schutzfunktionen verfügen und somit eine angemessene Lösung darstellen. In einigen Fällen kann ein Router den nötigen Schutz bieten, z. B.:

  1. Schutz vor Daten, die keinen bestimmten Bestimmungsort haben: Wenn ein Router nicht weiß, an welchen Computer der eingehende Datenverkehr geleitet werden soll, verwirft er die Daten. Im Falle von bösartigen Daten, die an den Router gerichtet sind, aber nicht speziell von einem Computer im Netzwerk angefordert wurden, würde der Router sie entsorgen, da er nicht weiß, an welchen Computer sie weitergeleitet werden sollen.
  2. Blockierung bestimmter Datentypen: Einige Router können so konfiguriert werden, dass sie bestimmte Arten von Daten blockieren, die von Ihrem Computer stammen. Dank dieses Schutzes kann Ihr Computer nicht von Angreifern genutzt werden, die ihn zu einer Drehscheibe für Angriffe auf andere Geräte machen wollen.

Wird ein Router in Verbindung mit einer anderen Firewall verwendet, kann er einen zusätzlichen Schutz bieten. Wenn sie ihn entsprechend einer Hardware-Firewall konfigurieren, kann er zudem verhindern, dass Ihr Computer in einen „Zombie“ verwandelt oder von bösartiger Software „gekidnappt“ wird.

Router sind jedoch nicht geeignet, eine umfassende Sicherheitslösung zu bieten. So kann ein Router beispielsweise bösartigen eingehenden Datenverkehr zulassen, den ein Benutzer durch Anklicken eines Links oder den Besuch einer Website anfordert. Ein Router bietet möglicherweise keinen Schutz gegen diese Art von Angriffen, da er das Anklicken oder eine andere Aktion des Benutzers als Anfrage nach den bösartigen Daten interpretieren kann. Eine Firewall blockiert verdächtige Daten, auch wenn sie von einem Benutzer „angefordert“ werden.

Hardware-Firewall vs. Software-Firewall: Die richtige Wahl für Ihr Unternehmen

Sind physische Firewalls für kleine Unternehmen geeignet? Ja, zumindest in den meisten Fällen, denn sie bieten zuverlässigen Schutz und sparen gleichzeitig Speicherkapazität und Rechenleistung, was sie auch für Unternehmen zu einer leistungsstarken Lösung macht. Wenn viele Geräte Daten von demselben Server abrufen, kann eine einzige physische Firewall einen wertvollen und praktischen Schutz für eine Vielzahl von Geräten zur selben Zeit bieten und dem IT-Team Zeit und Mühe sparen.

Hardware-Firewalls können auch ein Heimnetzwerk schützen. Wenn sie zwischen Modem und WLAN-Router geschaltet werden, verhindern sie, dass Angriffe die Geräte Ihrer Familie treffen, und können Geräte schützen, auf denen Sie keine zuverlässige Software-Firewall installieren können. Anstatt mehrere Software-Firewalls anzuschaffen und zu verwalten, können Sie eine einzige physische Firewall verwenden, um alle Geräte im Netzwerk zu schützen.

Fortinet Firewalls übertreffen in vielerlei Hinsicht die Vorteile herkömmlicher Hardware-Firewalls. Sie verfügen über umfassendere Prüffunktionen, mit denen sie Angriffe, Malware und andere Bedrohungen zuverlässiger erkennen können. Sie enthalten auch Pfade für künftige Updates, die es ihnen ermöglichen, sich an die sich ständig verändernde Landschaft der Internetbedrohungen anzupassen.